Archiv der Kategorie: Berichte

Das Gegenteil von Wüscht

Die diesjährige Eisfahrt war einfach nur perfekt. Kein Wind, kaum Nebel und eine kleidungsmäßig gut berechenbare Lufttemperatur zwischen 2° und 5° C schafften den Rahmen. Alle 156 Teilnehmer hielten sich bis zur Pause vorbildlich an die vorgegebene Streckenführung. Angekommen auf der Reichenau verwöhnte dieses Jahr u.a. ein geöffneter Kiosk mit Glühwein und Feuertonne. Selbst das Drachenboot konnte an einer neuen Steganlage vor der Schiffslände anlegen. Pünktlich zur Weiterfahrt wurde unser Ziel von Sonnenstrahlen vergoldet. Da gab es kein Halten mehr, fast alle Paddler sowie die beiden DLRG-Begleitboote fuhren auf direktem Wege Luftlinie auf den Radolfzeller Kirchturm zu. Nur der verantwortliche Wanderwart paddelte mit ein paar Wenigen wie im (mit der Wapo abgestimmten) Sicherheitsplan vorgesehen nordwärts längst der Insel Reichenau zur Mettnauspitze. Wir erlebten dafür zwei durch den niedrigen Wasserstand neu erstandene Bodenseeinseln! Kurz vor dem Ziel saßen dann noch etliche Paddler auf der zum Glück hölzernen Spundwand des Yachthafens Radolfzell fest. „Normal ist da immer genügend Wasser drüber.“ Eine SUP’erin wurde dabei von ihrer Finne derart abrupt gebremst, das sie kopfüber baden ging. Dank Trocki passierte ihr nichts. Der Vorfall ist wieder ein Beispiel dafür, dass man vor allem an die Wassertemperatur denken und sich entsprechend anziehen sollte.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, den Küchenteams in Konstanz und Radolfzell und allen voran Petra Hassler-Mattes und Andi Mattes vom Bodensee-Kanu-Ring, die uns mit ihrem Engagement die wunderbare und reibungslose Eisfahrt ermöglicht haben.

Text: Wolfgang, Fotos: Thomas, Wolfgang

„Ein Wettkampf – vier Rennen“

unter diesem Motto fand am vergangen Samstag der 4. Teil der Bodensee Challenge in Konstanz statt. Die Bodensee Challenge wurde in diesem Jahr zum erstmals in dieser Form ausgetragen. Der erste Wettkampf wurde April im benachbarten Kreuzlingen ausgeführt, im Juni in Friedrichshafen, im September in Arbon und nun in Konstanz. Thomas Maier vom Kanu-Club Konstanz e.V. hatte  schon vor Wochen mit den Planungen begonnen. Es galt, wie in allen anderen Städten, die 10 Kilometer lange Strecke festzulegen und den Wettkampf genehmigen zu lassen. Außerdem mussten Helfer mobilisiert werden die für die Sicherheit der Teilnehmer und für die Verpflegung sorgen sollten.

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Mit Affengeschrei und Kanonenschüssen beim beliebtesten Drachenbootrennen Europas

von Jessica Böhme

Beim sogenannten „Monkey Jumble“, einem fast schon legendären Drachenbootrennen in Saarbrücken, war auch in diesem Jahr zum 3. Mal in Folge das Drachenbootteam „Bodenseedrache“ vom Kanu-Club Konstanz am Start. Gemeinsam mit 52 anderen Teams aus ganz Europa galt es die 11 km lange Strecke mit 3 tückischen Wenden zu bestreiten, die das Rennen mitunter entscheidend beeinflussen konnten. Die Startplätze sind bei diesem Rennen so begehrt, dass bereits wenige Sekunden nach Freischaltung, alle Plätze vergeben sind. Für die Teams bedeutet das, dass sie sehr schnell bei der Anmeldung sein müssen, der Bodenseedrache gehörte zu den Glücklichen und konnte das Rennen von Startplatz 22 aus beginnen. Bereits in der ersten Wende wurde dem Bodenseedrache durch eine harte hAttacke der  Drachenschwanz von einem der gegnerischen Teams, das wohl zu dicht aufgefahren war, „entfernt“. Für das starke Team aus Konstanz war das aber kein Hindernis alles zu geben, denn sie hatten sich in den letzten Wochen gut auf diesen Tag vorbereitet. Um ein Drachenboot voll zu besetzten, reichten jedoch 12 Konstanzer nicht aus. Zum Glück konnten 6 hochmotivierte Paddler/-innen aus der Schweiz und 2 Paddler aus Heilbronn für das Team aus Konstanz rekrutiert werden, welches von Thomas Maier seit mehreren Jahren trainiert wird. In diesem Jahr nahm sich das Team fest vor, die gute Zeit vom Vorjahr wieder zu erreichen, wenn nicht sogar zu übertreffen.

Gruppenfoto vor dem Start

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Ruderachter im Kanu-Club ?!?

 

Einige von euch haben es schon verwundert zur Kenntnis genommen:

Über dem Spindraum hängt seit einigen Tagen ein Rennruderachter mit knapp 18m Länge!


Der Grund dafür liegt am Umbau des RV Neptun Konstanz.
Der Ruderverein bekommt in den nächsten Monaten Ersatz für die alten hölzernen Bootshallen.

Hierzu musste ein Großteil der Ruderboote ausgelagert werden.
Fast alle sind in einer Scheune in der nahen Schweiz untergebracht.
Der alte Holzachter aber ist mit seinen knapp 18m für diese Scheune zu lang und besitzt, im Gegensatz zu den neuen Achtern, auch keine Trennstelle.
Also wurde auf Seite des Rudervereins lange nach einer geeigneten Unterbringung gesucht.
Als Nachbarschaftshilfe ist hier der Kanu-Club eingesprungen der in der neuen Bootshalle unter dem Dach über einen geeignet langen Raum verfügt.
Stellte sich nur noch die Frage, wie das Boot in die Halle kommt.
Das ist so ungefähr wie das sprichwörtliche  „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass…“.
Längeres Nachmessen von Boot und Halle, Einblick in die Hallenpläne sowie Überlegungen und Gedankenspiele führten schließlich zum Ziel:
Beginnend vom Hängertransport vom Neptun zum Schänzle, Zwischenlagern auf dem Spielplatz, Überwinden der Hecke zum KC und einfädeln durch die Spindraumtüre mit links und rechts je 2,5cm Spielraum bis ans Ende des Ganges, dann das innenliegende Ende hoch auf die freigeräumten Lager der 9er-Halle und Unterlegen auf einen Balken auf die Spinde, gefolgt vom Einhängen an die zuvor an den Deckenträgern befestigten Gurten und anschließendem hochziehen.
Eigentlich alles ganz einfach, zumindest mit der Unterstützung von 10 Ruderern und 3 Paddlern…

Das Boot liegt bzw. hängt nun in der Bootshalle bis zur Fertigstellung der neuen Bootshallen am Neptun.
Je nach Baufortschritt wird das ca. im nächsten Juni soweit sein.
Dann kommt das Ganze wieder in umgekehrter Reihenfolge vom KC bis zum Neptun.

Der Neptun dankt dem KC für dieses Entgegenkommen und zeitweises Achterasyl und bietet auch seine Nachbarschaftshilfe für den KC-Umbau an.

Bodensee-Challenge in Arbon

Von Jessica Böhme

Eine Challenge, bei denen sich Paddler/-innen aller Art auf 10 Kilometer Distanz miteinander messen und austauschen können, fand im schweizerischen Arbon statt. Dieser Wettkampf ist Teil der Bodensee-Challenge unter dem Motto „ein Wettkampf vier Rennen“, die in diesem Rahmen zum ersten Mal ausgerichtet wird. Nachdem die ersten beiden Teile in Kreuzlingen und Friedrichshafen bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, folgte nun der dritte Teil in Arbon. Der Organisator dieses Events war der dort ansässige Drachenboot- und Wassersportclub und alle Helfer/-innen waren mit viel Herzblut bei der Sache, damit sich die Sportler/-innen vor und nach dem Wettkampf stärken konnten und alles reibungslos ablief. Auch der Kanu Club Konstanz war wieder mit zahlreichen Sportlern vertreten, die sich mit dutzenden anderen Teilnehmern bei strahlendem Sonnenschein aufs Wasser wagten. Natürlich werden die unterschiedlichen Teilnehmer/-innen in verschiedenen Kategorien gewertet, da man bekanntlich SUPs, nicht mit Seekajaks, 2er oder 1er Surfskis oder Rennkajaks vergleichen kann.

Für unseren Verein traten in der Kategorie SUP Ilse Tangerding und Martin Malchus an. Im 1er Surfski Männer wagten sich Thomas Maier, Jens Endruweit sowie Helmut und Paul Sorgius aufs Wasser. Bei dem 1er Surfski Damen waren es Jasmin Schlinker und Jessica Böhme vertreten. Sie alle hatten sich in den Wochen davor fleißig vorbereitet und trainiert, um auf den 10 Kilometern ein möglichst gutes Ergebnis einzufahren. In Arbon mussten insgesamt 3 Runden mit 6 Wenden gefahren werden, dabei konnten die Sportler/-innen das Seeufer des Schweizer Städtchens genießen, sofern sie sich die Zeit nahmen einen kurzen Blick zu riskieren. Für die Konstanzer stand das jedoch nicht zur Debatte, jeder kämpfte so hart wie er oder sie nur konnte und mobilisierte ungeahnte Reserven, wenn es nicht mehr ging. Das hat sich schließlich für alle ausgezahlt. So erreichte Paul Sorgius, der auch der jüngste Teilnehmer war, als erster Paddler des KCK nach 50:37 Minuten die Ziellinie. Insgesamt lag er somit auf Platz 5 der Gesamtwertung in Arbon, hinter vier Paddlern aus Friedrichshafen. Nur 22 Sekunden nach Paul erreichte sein Teamkollege Thomas Maier das Ziel (Rang 6) und konnte zusehen wie wenig später Roland Wapp aus Kreuzlingen, Jens Endruweit (54:13 Minuten) und Helmut Sorgius (55:12 Minuten) zum Endspurt ansetzten. Für Helmut Sorgius gab es nach einer Kenterung zwar eine kurze Schrecksekunde, die ihm wertvolle Sekunden kostete, doch bereits nach wenigen Sekunden saß er wieder im Boot. Bei den Surfski Damen gewann Jasmin Schlinker nach 62:02 Minuten vor Conny Gygli aus Kreuzlingen und ihrer Teamkollegin Jessica Böhme (67:11 Minuten) die Challenge und erreichte somit insgesamt Platz 12 (Jasmin) in der Gesamtwertung. Im 2er Surfski schlugen sich Sonja Köstli und Hans-Peter Oechsle aus Kreuzlingen ebenfalls sehr respektabel. Auch für unsere beiden SUP Fahrer Ilse Tangerding und Martin Malchus lief es ausgesprochen gut. Beide hatten sich entschieden, die gesamten 10 Kilometer zu bestreiten und nicht wie einige andere SUPler nach 6 Kilometern aufzuhören. Martin konnte nach 71:23 Minuten erleichtert das Paddel zur Seite legen und sich über Rang 1 in seiner Wertung freuen. Seine Kollegin Ilse kam mit einer Zeit von 75:27 Minuten nur wenig später über die Ziellinie gepaddelt und lag somit auf Rang 2 der SUP-Gesamtwertung.

Nachdem alle Teilnehmer/-innen sicher angekommen waren, wurde bei Musik und strahlendem Sonnenschein der Nachmittag gemeinsam beendet. Man konnte sich mit den anderen Sportler/-innen austauschen und sich ordentlich stärken, denn der Drachenboot- und Wassersportclub in Arbon hatte auch für die Bewirtung gesorgt. Nach den Siegerehrungen wurden noch schnell einige Gruppenfotos geschossen und dann zum Heimatverein zurückgefahren. Der nächste und letzte Teil der Bodensee-Challenge findet am 27. Oktober in Konstanz statt. Auch hier ist wieder jeder eingeladen, der Wassersport genauso liebt wie wir. Im Abschluss wird auch der Gesamtsieger der Challenge gekürt, denn schließlich ist es ein Wettkampf mit vier Rennen