Vereinschronik

Zusammengestellt von Brunhilde Sibold (Schriftführerin, 2000); Matthias Zürcher (2. Vorsitzender, 2011); Wolfgang Schönwald (Wanderwart, 2017)

1932
Am 1. Juni fand die Gründungsversammlung im damaligen »Café Ehren« mit 13 Personen statt. Ein erstes kleines Bootshaus im Bereich Winterersteig 3 war vorhanden.
Fritz Romer wird erster Vorsitzender.

1933
Einweihung einer Bootshauserweiterung.
Franz Kappeler wird Vorsitzender.

1934
Beitritt des KCK zum Deutschen Kanu-Verband (DKV).

1935
Eintrag ins Vereinsregister (e.V.). Alfons Gruber entwirft den KCK-Wimpel.

1936
Bei der »Internationalen Bodensee-Kurzstrecken-Regatta«  in Radolfzell holt Emmi Böhler in der Kategorie »Einerfaltboot Damen junior« den ersten Sieg für den KCK.

1939
Durch Einberufung der Mehrzahl der männlichen Vereinsmitglieder kam das Vereinsleben nahezu zum Stillstand.

1945
Auflösung aller Vereine durch die Besatzungsmacht. Das Bootshaus wird verwüstet und die darin noch befindlichen Boote geplündert.

1949
Wiederbegründung des Clubs mit 30 Personen in der »Konstanzer Weinstube«. Alfons Gruber wird zum ersten Vorsitzenden gewählt. Der Kanu-Club war der erste zugelassene Wassersportverein nach dem Krieg in Konstanz, vorübergehend mit 546 Mitgliedern, die sich aus Kanuten, Ruderern, Seglern und Anglern zusammensetzten.

1950
Durch Initiative von Alfons Gruber wird der Bodensee-Kanu-Ring (BKR) gegründet, als Zusammenschluss aller Kanuclubs rund um den Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1951
Einweihung einer weiteren Bootslagerhalle und eines kleinen Zeltplatzes am Standort Winterersteig 3.

1953
Übernahme einer Schirmherrschaft des KCK über den damaligen »DKV-Zeltplatz Mainau«, der zugunsten des 1990 eingerichteten Naturschutzgebietes »Untere Güll« leider aufgegeben werden musste.

1954
Erste größere Erfolge im Kanu-Rennsport durch unsere Mitglieder Gisela Hornstein, Karl Hiller und Eugen Stemmer.

1956
Helmut Mende wird zum ersten Vorsitzenden gewählt, er wird dieses Amt die folgenden 27 Jahre bekleiden!

1957
Feier des 25 jährigen Vereinsjubiläums im »Konzil«.
Karl Hiller und Eugen Stemmer nehmen als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Genf teil.

1958
Abschluss eines Pachtvertrags mit der Stadt Konstanz über ein neues  Gelände mit 3674m² am Winterersteig 15-17.

1959
Beginn der Bauarbeiten zu einem neuen Bootshaus auf dem westlichen Teil des Grundstückes. Bis Oktober Fertigstellung des Rohbaus komplett in Eigenleistung.

1962
Offizielle Einweihung des Bootshauses und des 1961 gebauten 25 m langen Holzsteges. Für beide Projekte wurden 3600 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Mary Hahn erhält das erste »goldene Wanderfahrerabzeichen« des DKV im Club.

1964
Baumaschinen rücken an zum Bau eines Abwasserkanals durch den Seerhein. Hierdurch ist nur eine sehr beschränkte Nutzung des Geländes über lange Zeit möglich. Am 1. Dezember paddeln 2 Konstanzer zusammen mit einigen beim TSV Fischbach gestarteten Kanuten nach Iznang, die »Eisfahrt« war geboren. Seit 1970 startet die Eisfahrt des BKR offiziell erst beim Kanu-Club Konstanz.

1973
Baubeginn eines zweiten Bootshauses auf dem östlichen Teil des Grundstückes mit kombiniertem Gymnastik- und Aufenthaltsraum, mit Küche, Toiletten, Bootslagerhalle und Werkstatt. Architekt ist unser Mitglied Felix Kemmler.

1975
Am 12. Oktober feierliche Einweihung des neuen Bootshauses.

1981
Einweihung eines neuen, massiven Stegs nach rund einjähriger Bauzeit.

1982
Ausrichtung des »1. Internationalen Bodensee-Kanu-Marathon« beim KCK. 280 Kanuten aus 41 Vereinen mit 150 Booten machten mit. Im September feiert der KCK das 50 jährige Clubjubiläum im »Insel-Hotel«.

1983
Wolfgang Bertram wird 1. Vorsitzender.

1985
Ausrichtung des 3. Bodensee-Kanu-Marathon, dieses Mal mit 160 Teilnehmern aus 29 Vereinen.

1989
Maximilian »Mäx« Ruppaner wird Vorsitzender. Von Juni bis September nehmen fünf Kanuten vom KCK an der »Tour International Danubien« (TID) von Ingolstadt nach Silistra teil. Matthias Zürcher paddelt hiervon als einziger schon ab Donaueschingen die gesamte Donau an einem Stück. Seine Jahreskilometerleistung liegt in der Saison‘89 bei 3707 km. Im Oktober erstes Wanderwochenende auf die Gauenhütte. In den folgenden Jahren sind unsere Mitglieder viele Male zum Wandern dort.

1990
Kauf des 10er-Kanadiers »Seeblunze«

1991
Beginn eines Projekts Schule-Verein mit zahlreichen interessierten Kindern. Bildung von Jugendtrainingsgruppen. Im Juni veranstaltete der Club ein »Prominenten-Rennen«. Sieger wurde die Stadtverwaltung Konstanz.

1992
Die zweite Ausgabe der jährlichen Mitgliederzeitung »Paddelblättle« erscheint.

1993
Erstellung einer eigenen Jugendsatzung.

1994
Einbau einer neuen Küche, gespendet von einem Mitglied. Helmut Mende erhält das »DKV-Globusabzeichen« für über 40.000 gepaddelte Kilometer.

1995
Andreas Dannenmayer wird 1. Vorsitzender.

1997
Ulrike Monschau wird 1. Vorsitzende. Dachsanierung am östlichen Bootshaus.

1998
Große Stegreparatur. Die Kanuclub-Senioren treffen sich seit Mai einmal monatlich. Hans-Joachim Frank erhält das »DKV-Globusabzeichen«.

1999
Reinald Gräwe wird 1. Vorsitzender. Einbau einer Gasheizung in den Aufenthaltsraum. Jahrhunderthochwasser, bei Gottlieben werden Kanuten auf dem Radweg gesichtet.

2000
Vorübergehende Einführung von Pflichtarbeitsstunden für Mitglieder. Dachsanierung am östlichen Bootshaus.

2001
Silvia Rodler wird 1. Vorsitzende. Unser jugendliches Mitglied Henning Hörster erreicht bei der Ausscheidung zur Weltmeisterschaft im Kanu-Rodeo den 4. Platz.

2002
Der Kanu-Club Konstanz hat 300 Mitglieder und geht erstmals online. Dachsanierung am westlichen Bootshaus, dabei Überdachung einer Fläche auf der Westseite des Geländes für Zeltler.

2003
Bootssteg-Sanierung. Am 28. Juni Ausrichtung des 12. Bodensee-Kanu-Marathons, letztmalig mit Wertung nach Idealzeit.

2004
Reiner Schmid wird 1. Vorsitzender. Ein neuer Bootsschuppen (Lager 12) wird erstellt, hier finden 20 Kanadier, 15 Wildwasserboote und der Bootsanhänger ein neues zu Hause. Architekt ist unser Mitglied Matthias Zürcher.

2005
Der Verein »1. Bodenseedrache e.V.« wird eine eigenständige Abteilung des Kanu-Club Konstanz, der damit zum Jahresende 450 Mitglieder zählt. Renovierung des Clubraumes.

2006
Ein offener Paddeltreff für alle Wanderpaddler, die nach Feierabend nicht alleine aufs Wasser wollen wird ins Leben gerufen, der sogenannte »Dienstagstreff«. Die Sanitäreinrichtungen werden saniert. Der KCK hat zum Jahresende 532 Mitglieder, davon 352 Aktive (66%), die zusammen 46.069 km erpaddeln.

2007
Zum 75. jährigen Jubiläum Ausrichtung des 14. Internationalen Bodensee-Kanu-Marathon mit 96 Teilnehmer und anschließendem Sommerfest auf dem Clubgelände.

2008
Ernennung von Hildegard und Helmut »Lego« Lehle zu Ehrenmitgliedern.  Das Jugendteam der Drachenboot-Abteilung (Youngstars) feiert erste Erfolge und macht dem Team aus dem eigenen Verein (Allstars) fast Konkurrenz. Bei der EM in Sabaudia (I) gibt es 12 Medallien, bei der DM in Potsdam 3 Medaillen für Konstanzer Drachenbootpaddler.

2009
Das Holz-Viererkajak »Stadt Konstanz« aus dem Jahre 1958, das die letzten Jahrzehnte im Clubraum als Museumsstück fristete wurde von Mitgliedern der Drachenbootabteilung komplett überholt und wieder flottgemacht. Nach Jahren der Abstinenz durfte es wieder aufs Wasser.

2010
Die Kinder- und Jugendabteilung setzte mit »American Feestyle« im Kanadier und »Greenland-Style« im Kajak neue Schwerpunkte.

2011
Eine Bauvoranfrage für einen Neubau bzw. den Ersatz der sanierungsbedürftigen westlichen Bootslager wird gestellt. Bei der Drachenboot-Weltmeisterschaft in Honkong (CHN) erzielen Jasmin Schlinker, Tom Maier und Dietmar Korn Goldmedaillen. Im Dezember Ausrichtung des 1. Drachenboot-Indoorcup im Schwaketenbad.

2012
Der Kanu-Club Konstanz konnte sein 700. Mitglied begrüßen. Auch in Winter werden jetzt gemeinsame Ausfahrten angeboten.

2013
Das große Drachenboot hat Nachwuchs bekommen, der Kleine wird auf den Namen »Grisu« getauft. Die 84 Vereinsboote werden erstmalig katalogisiert und nummeriert und erhalten feste Bootsliegeplätze.

2014
Es gibt jetzt tägliche Feierabend-Paddelangebote von geruhsam bis sportlich. Der Pachtvertrag mit der Stadt Konstanz am Winterersteig 15-17 wurde um weitere 35 Jahre verlängert, der geplante zweistöckige Neubau kann allerdings aus Kostengründen nicht realisiert werden.

2015
Das »elektronische Fahrtenbuch für Rudern und Kanu« (efa) ersetzt das papierne Vereinsfahrtenbuch, die jederzeit einsehbare Statistikfunktion führt zu einem starken Kilometeranstieg. 438 Aktive erpaddeln zusammen 60.637 km. Dritte Sanierung des inzwischen 35 Jahre alten Steges in 250 Stunden freiwilliger Eigenleistung.

2016
Das 57 Jahre alte westliche Bootshaus mit rund 180 Lagerplätzen und 60 Spinden wird im Herbst geräumt und abgerissen. Über Winter entsteht eine neue, wiederum eingeschossige Bootslagerhalle, geplant von unserem Mitglied Architekt Jürgen Schneider. Der Innenausbau erfolgt in 1250 Stunden freiwilliger Eigenleistung.

2017
Im Frühsommer Bezug der neuen Halle mit rund 360 Bootsliegeplätzen, 120 Spinden, Werkstatt und ausreichend Platz für Vereinsmaterial. Gründung einer eigenen SUP-Abteilung. Ende Oktober Ausrichtung des 1. »Hörnlecup« mit 20 Teilnehmern in 16 Booten.

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Mitglied im Deutschen Kanu Verband und im Bodensee-Kanu-Ring