Vereinschronik

Zusammengestellt von Bruni Sibold (Schriftführerin, 2001); Matthias Zürcher (2. Vorsitzender, 2011); Wolfgang Schönwald (Wanderwart, 2017)

1932
Am 1. Juni fand die Gründungsversammlung im damaligen »Café Ehren« mit 13 Personen statt. Ein privat von Gründungsmitglied Robert Thiel erbautes kleines Bootshaus mit 12 Plätzen war am Winterersteig 3 vorhanden. Fritz Romer wird erster Vorsitzender.

1933
Einweihung einer Bootshauserweiterung. Franz Kappeler wird Vorsitzender.

1934
Beitritt des KCK zum Deutschen Kanu-Verband (DKV). Anni Kappeler hat im F1 erste Erfolge bei Langstreckenwettbewerben auf dem Bodensee und Schluchsee.

1935
Eintrag ins Vereinsregister (e.V.). Alfons Gruber entwirft den KCK-Wimpel.

1936
Bei der »Internationalen Bodensee-Kurzstrecken-Regatta«  in Radolfzell holt Anni Kappeler in der Kategorie »Einerfaltboot Damen junior« den ersten Sieg für den KCK. Größere Auslandswanderfahrt auf der Donau von Ulm bis Budapest.

1939
Durch Einberufung der Mehrzahl der männlichen Vereinsmitglieder kam das Vereinsleben nahezu zum Stillstand.

1945
Auflösung aller Vereine durch die Besatzungsmacht. Das Bootshaus wird verwüstet und die darin noch befindlichen Boote geplündert.

1949
Am 6. Mai Wiederbegründung des Clubs mit 30 Personen in der »Konstanzer Weinstube«. Alfons Gruber wird zum ersten Vorsitzenden gewählt. Der Kanu-Club war der erste zugelassene Wassersportverein nach dem Krieg in Konstanz, vorübergehend mit 546 Mitgliedern, die sich aus Kanuten, Ruderern, Seglern und Anglern zusammensetzten.

1950
Durch Initiative von Alfons Gruber wird am 3. Dezember in Meersburg der Bodensee-Kanu-Ring (BKR) gegründet, als Zusammenschluss aller Kanuclubs rund um den Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1951
Erste BKR-Meisterschaft am Hörnle, Gisela Hornstein wird Siegerin im Einer-Faltboot (F1) über 500 m.

1952
Einweihung einer weiteren Bootslagerhalle und eines kleinen Zeltplatzes am Standort Winterersteig 3.

1953
Im KCK werden Fahrtenbücher eingeführt. Übernahme einer Schirmherrschaft des KCK über den damaligen »DKV-Zeltplatz Mainau«, der zugunsten des 1990 eingerichteten Naturschutzgebietes »Untere Güll« leider aufgegeben werden musste.

1954
Erste größere Erfolge im Kanu-Rennsport durch unsere Mitglieder Gisela Hornstein, Karl Hiller und Eugen Stemmer.

1956
Helmut Mende wird zum ersten Vorsitzenden gewählt, er wird dieses Amt die folgenden 27 Jahre bekleiden!

1957
Feier des 25 jährigen Vereinsjubiläums im »Konzil«. Der Club zählt 195 Mitglieder, die in dieser Saison 25.319 km erpaddeln, mit 11 Wanderfahrerabzeichen und 7 Bodensee-Umrundungen. Karl Hiller und Eugen Stemmer nehmen als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Gent (B) teil.

1958
Insgesamt werden bei 7 Rennen 35 Siege errungen. Beeindruckt durch die sportlichen Erfolge stiftet die Stadt Konstanz ein Viererkajak (K4).  Abschluss eines Pachtvertrags mit der Stadt über ein neues  Gelände mit 3674m² am Winterersteig 15-17.

1959
Beginn der Bauarbeiten zu einem neuen Bootshaus auf dem westlichen Teil des Grundstückes. Bis Oktober Fertigstellung des Rohbaus komplett in Eigenleistung.

1960
Die Boote werden in das neue Bootshaus auf dem neuen Grundstück umgezogen.

1962
Offizielle Einweihung des Bootshauses und des 1961 gebauten 25 m langen Holzsteges. Für beide Projekte wurden 3600 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Mary Hahn erpaddelt das erste »goldene Wanderfahrerabzeichen des DKV« im Club.

1964
Baumaschinen rücken an zum Bau eines Abwasserkanals durch den Seerhein. Hierdurch ist nur eine sehr beschränkte Nutzung des Geländes über lange Zeit möglich. Am 1. Dezember paddeln 2 Konstanzer zusammen mit einigen beim TSV Fischbach gestarteten Kanuten nach Iznang, die Idee zur »Eisfahrt« war geboren. Seit 1970 startet die Eisfahrt des BKR offiziell beim Kanu-Club Konstanz.

1965
Hat nichts mit dem KCK oder BKR zu tun, ist aber auch spannend:  die 2. Weltmeisterschaft im Kanu-Segeln fand Anfang August vor Wallhausen statt, der KCK fuhr mit einem gemieteten Bus zum Schlachtenbummeln.

1973
Baubeginn eines zweiten Bootshauses auf dem östlichen Teil des Grundstückes mit kombiniertem Gymnastik- und Aufenthaltsraum, mit Küche, Toiletten, Bootslagerhalle und Werkstatt. Architekt ist unser Mitglied Felix Kemmler.

1975
Am 12. Oktober feierliche Einweihung des neuen Bootshauses.

1977
Unser späterer Wanderwart Bernd Meves paddelt von Konstanz rheinabwärts, über Kanäle und die Ostsee auf dem Wasserweg bis nach Stockholm und Michael Weiser paddelt die Donau ab Donaueschingen im Rahmen der TID bis ins Schwarze Meer.

1981
Einweihung eines neuen, massiven Stegs nach rund einjähriger Bauzeit.

1982
Ausrichtung des »1. Internationalen Bodensee-Kanu-Marathon« beim KCK. 280 Kanuten aus 41 Vereinen mit 150 Booten machten mit. Im September feiert der KCK das 50 jährige Clubjubiläum im »Insel-Hotel«.

1983
Wolfgang Bertram wird 1. Vorsitzender.

1985
Ausrichtung des 3. Bodensee-Kanu-Marathon, dieses Mal mit 160 Teilnehmern aus 29 Vereinen. Im Frühsommer paddeln Bernd Meves und Matthias Zürcher in Einerkajaks vom Seerhein zum Lindauer KC. Und zurück. Rund 90 km Strecke zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

1986
Kanuten aus Lodi (I) sind aus Anlass der neuen Konstanzer Städtepartnerschaft zu Gast. In dieser Saison belegt der KCK im Vereinswettbewerb des Kanu-Landesverbandes Baden den 2. Platz.

1987
Gegenbesuch, im September reisen KCK’ler nach Lodi und paddeln gemeinsam mit den »Canottieri Adda Lodi« auf der Adda, dem Abfluss des Comer See in den Po.

1988
Letzte größere ausgeschriebene Urlaubs-Wanderfahrt, 22 Personen in 17 Booten paddeln 10 Tage auf der Weser.

1989
Maximilian »Mäx« Ruppaner wird Vorsitzender. Von Juni bis September nehmen fünf Kanuten vom KCK an der »Tour International Danubien« (TID) von Ingolstadt nach Silistra teil. Matthias Zürcher paddelt hiervon als einziger schon ab Donaueschingen die gesamte Donau an einem Stück. Seine Jahreskilometerleistung liegt in der Saison‘89 bei 3707 km. Im Oktober erstes Wanderwochenende auf die Gauenhütte. In den folgenden Jahren sind unsere Mitglieder viele Male zum Wandern dort.

1990
Kauf des 10er-Kanadiers »Seeblunze«

1991
Beginn eines Projekts Schule-Verein mit zahlreichen interessierten Kindern. Bildung von Jugendtrainingsgruppen. Im Juni veranstaltete der Club ein »Prominenten-Rennen«. Sieger wurde die Stadtverwaltung Konstanz.

1992
Die zweite Ausgabe der jährlichen Mitgliederzeitung »Paddelblättle« erscheint.

1993
Erstellung einer eigenen Jugendsatzung.

1994
Einbau einer neuen Küche, gespendet von einem Mitglied. Helmut Mende erhält das »DKV-Globusabzeichen« für über 40.000 gepaddelte Kilometer.

1995
Andreas Dannenmayer wird 1. Vorsitzender.

1997
Ulrike Monschau wird 1. Vorsitzende. Der Club hat 280 Mitglieder. Dachsanierung am östlichen Bootshaus.

1998
Große Stegreparatur. Die Kanuclub-Senioren treffen sich seit Mai einmal monatlich. Hans-Joachim Frank erhält das »DKV-Globusabzeichen« mit 47.394 gepaddelten Kilometern.

1999
Reinald Gräwe wird 1. Vorsitzender. Einbau einer Gasheizung in den Aufenthaltsraum. Jahrhunderthochwasser, der Pegel Konstanz liegt bei 5,65 m,  in Gottlieben werden Kanuten auf dem Radweg gesichtet.

2000
Vorübergehende Einführung von Pflichtarbeitsstunden für Mitglieder. Dachsanierung am östlichen Bootshaus.

2001
Silvia Rodler wird 1. Vorsitzende. Unser jugendliches Mitglied Henning Hörster erreicht bei der Ausscheidung zur Weltmeisterschaft im Kanu-Rodeo den 4. Platz.

2002
Der Kanu-Club Konstanz hat 302 Mitglieder und geht erstmals online. Dachsanierung am westlichen Bootshaus, dabei Überdachung einer Fläche auf der Westseite des Geländes für Zeltler.

2003
Bootssteg-Sanierung. Am 28. Juni Ausrichtung des 12. Bodensee-Kanu-Marathons, letztmalig mit Wertung nach Idealzeit.

2004
Reiner Schmid wird 1. Vorsitzender. Ein neuer Bootsschuppen (Lager 12) wird erstellt, hier finden 20 Kanadier, 15 Wildwasserboote und der Bootsanhänger ein neues zu Hause. Architekt ist unser Wanderwart Matthias Zürcher.

2005
Der Verein »1. Bodenseedrache e.V.« mit seinem Vorsitzenden Thomas »Tom« Maier wird zunächst eine eigenständige Abteilung des Kanu-Club Konstanz, der damit zum Jahresende 450 Mitglieder zählt. Vier Jahre später wurde der Verein aufgelöst und firmiert seither als Drachenbootabteilung des KCK. Renovierung des Clubraumes.

2006
Ein offener Paddeltreff für alle Wanderpaddler, die nach Feierabend nicht alleine aufs Wasser wollen wird ins Leben gerufen, der  »Dienstagstreff«. Die Sanitäreinrichtungen werden saniert. Der KCK hat zum Jahresende 532 Mitglieder, davon 352 Aktive (66%), die zusammen 46.069 km erpaddeln.

2007
Zum 75. jährigen Jubiläum Ausrichtung des 14. Internationalen Bodensee-Kanu-Marathon mit 96 Teilnehmern in 83 Booten bei sehr rauen Wetter und anschließendem Sommerfest auf dem Clubgelände.

2008
Ernennung von Hildegard und Helmut »Lego« Lehle zu Ehrenmitgliedern.  Das Jugendteam der Drachenboot-Abteilung (Youngstars) feiert erste Erfolge und macht dem Team aus dem eigenen Verein (Allstars) fast Konkurrenz. Bei der EM in Sabaudia (I) gibt es 12 Medaillen, bei der DM in Potsdam 3 Medaillen für Konstanzer Drachenbootpaddler.

2009
Das Holz-Viererkajak »Stadt Konstanz« aus dem Jahre 1958, das die letzten Jahrzehnte im Clubraum als Museumsstück fristete wurde von Mitgliedern der Drachenbootabteilung komplett überholt und flottgemacht. Nach Jahren der Abstinenz durfte es wieder aufs Wasser.

2010
Die Kinder- und Jugendabteilung setzte mit »American Feestyle« im Kanadier und »Greenland-Style« im Kajak neue Schwerpunkte.

2011
Eine Bauvoranfrage für einen Neubau bzw. den Ersatz der sanierungsbedürftigen westlichen Bootslager wird gestellt. Bei der Drachenboot-Weltmeisterschaft in Honkong (CHN) erzielen Jasmin Schlinker, Tom Maier und Dietmar Korn Goldmedaillen. Im Dezember Ausrichtung des 1. Drachenboot-Indoorcup im Schwaketenbad.

2012
Der Kanu-Club Konstanz konnte sein 700. Mitglied begrüßen. Auch in Winter werden erstmals gemeinsame Ausfahrten für Wanderpaddler / Seekajaker mit entsprechender Ausrüstung angeboten.

2013
Das große Drachenboot hat Nachwuchs bekommen, der Kleine wird auf den Namen »Grisu« getauft. Die 84 Vereinsboote werden erstmalig für alle Mitglieder transparent katalogisiert und nummeriert und erhalten feste Bootsliegeplätze.

2014
Es gibt neben dem »Dienstagstreff« inzwischen tägliche Feierabend-Paddelangebote von geruhsam bis sportlich. Der Pachtvertrag mit der Stadt Konstanz am Winterersteig 15-17 wird um weitere 35 Jahre verlängert, der geplante zweistöckige Neubau kann allerdings aus Kostengründen nicht realisiert werden.

2015
Der KCK erhält das Gütesigel »DKV anerkannter Kanu-Ausbilder«. Das »elektronische Fahrtenbuch für Rudern und Kanu« (efa) ersetzt das papierne Vereinsfahrtenbuch, die jederzeit einsehbare Statistikfunktion führt zu einem vermehrten Wettbewerb unter den aktiven Paddlern. Dritte Sanierung des inzwischen 35 Jahre alten Steges in 250 Stunden freiwilliger Eigenleistung.

2016
Der Club belegt im Vereinswettbewerb den 3. Platz im Kanuverband Baden-Württemberg, die beste Platzierung seit 30 Jahren. Im Herbst wird das 57 Jahre alte westliche Bootshaus mit rund 180 Lagerplätzen und 60 Spinden geräumt und abgerissen. Über Winter entsteht eine neue, wiederum eingeschossige Bootslagerhalle, Architekt ist unser Mitglied Jürgen Schneider. Der Innenausbau erfolgt in rund 2270 Stunden freiwilliger Eigenleistung.

2017
Am 14. Mai Bezug der neuen Halle mit rund 360 Bootsliegeplätzen, 150 Spinden, Werkstatt und ausreichend Platz für Vereinsmaterial. Gründung einer eigenen SUP-Abteilung. Ende Oktober Ausrichtung des ersten »Hörnlecup« im Rahmen der »Bodensee-Challange« mit 20 Teilnehmern in 16 Booten bei starkem Gegenwind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mitglied im Deutschen Kanu Verband und im Bodensee-Kanu-Ring