Alle Beiträge von Jessica Böhme

„Ein Wettkampf – vier Rennen“

unter diesem Motto fand am vergangen Samstag der 4. Teil der Bodensee Challenge in Konstanz statt. Die Bodensee Challenge wurde in diesem Jahr zum erstmals in dieser Form ausgetragen. Der erste Wettkampf wurde April im benachbarten Kreuzlingen ausgeführt, im Juni in Friedrichshafen, im September in Arbon und nun in Konstanz. Thomas Maier vom Kanu-Club Konstanz e.V. hatte  schon vor Wochen mit den Planungen begonnen. Es galt, wie in allen anderen Städten, die 10 Kilometer lange Strecke festzulegen und den Wettkampf genehmigen zu lassen. Außerdem mussten Helfer mobilisiert werden die für die Sicherheit der Teilnehmer und für die Verpflegung sorgen sollten.

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Mit Affengeschrei und Kanonenschüssen beim beliebtesten Drachenbootrennen Europas

von Jessica Böhme

Beim sogenannten „Monkey Jumble“, einem fast schon legendären Drachenbootrennen in Saarbrücken, war auch in diesem Jahr zum 3. Mal in Folge das Drachenbootteam „Bodenseedrache“ vom Kanu-Club Konstanz am Start. Gemeinsam mit 52 anderen Teams aus ganz Europa galt es die 11 km lange Strecke mit 3 tückischen Wenden zu bestreiten, die das Rennen mitunter entscheidend beeinflussen konnten. Die Startplätze sind bei diesem Rennen so begehrt, dass bereits wenige Sekunden nach Freischaltung, alle Plätze vergeben sind. Für die Teams bedeutet das, dass sie sehr schnell bei der Anmeldung sein müssen, der Bodenseedrache gehörte zu den Glücklichen und konnte das Rennen von Startplatz 22 aus beginnen. Bereits in der ersten Wende wurde dem Bodenseedrache durch eine harte hAttacke der  Drachenschwanz von einem der gegnerischen Teams, das wohl zu dicht aufgefahren war, „entfernt“. Für das starke Team aus Konstanz war das aber kein Hindernis alles zu geben, denn sie hatten sich in den letzten Wochen gut auf diesen Tag vorbereitet. Um ein Drachenboot voll zu besetzten, reichten jedoch 12 Konstanzer nicht aus. Zum Glück konnten 6 hochmotivierte Paddler/-innen aus der Schweiz und 2 Paddler aus Heilbronn für das Team aus Konstanz rekrutiert werden, welches von Thomas Maier seit mehreren Jahren trainiert wird. In diesem Jahr nahm sich das Team fest vor, die gute Zeit vom Vorjahr wieder zu erreichen, wenn nicht sogar zu übertreffen.

Gruppenfoto vor dem Start

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Bodensee-Challenge in Arbon

Von Jessica Böhme

Eine Challenge, bei denen sich Paddler/-innen aller Art auf 10 Kilometer Distanz miteinander messen und austauschen können, fand im schweizerischen Arbon statt. Dieser Wettkampf ist Teil der Bodensee-Challenge unter dem Motto „ein Wettkampf vier Rennen“, die in diesem Rahmen zum ersten Mal ausgerichtet wird. Nachdem die ersten beiden Teile in Kreuzlingen und Friedrichshafen bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, folgte nun der dritte Teil in Arbon. Der Organisator dieses Events war der dort ansässige Drachenboot- und Wassersportclub und alle Helfer/-innen waren mit viel Herzblut bei der Sache, damit sich die Sportler/-innen vor und nach dem Wettkampf stärken konnten und alles reibungslos ablief. Auch der Kanu Club Konstanz war wieder mit zahlreichen Sportlern vertreten, die sich mit dutzenden anderen Teilnehmern bei strahlendem Sonnenschein aufs Wasser wagten. Natürlich werden die unterschiedlichen Teilnehmer/-innen in verschiedenen Kategorien gewertet, da man bekanntlich SUPs, nicht mit Seekajaks, 2er oder 1er Surfskis oder Rennkajaks vergleichen kann.

Für unseren Verein traten in der Kategorie SUP Ilse Tangerding und Martin Malchus an. Im 1er Surfski Männer wagten sich Thomas Maier, Jens Endruweit sowie Helmut und Paul Sorgius aufs Wasser. Bei dem 1er Surfski Damen waren es Jasmin Schlinker und Jessica Böhme vertreten. Sie alle hatten sich in den Wochen davor fleißig vorbereitet und trainiert, um auf den 10 Kilometern ein möglichst gutes Ergebnis einzufahren. In Arbon mussten insgesamt 3 Runden mit 6 Wenden gefahren werden, dabei konnten die Sportler/-innen das Seeufer des Schweizer Städtchens genießen, sofern sie sich die Zeit nahmen einen kurzen Blick zu riskieren. Für die Konstanzer stand das jedoch nicht zur Debatte, jeder kämpfte so hart wie er oder sie nur konnte und mobilisierte ungeahnte Reserven, wenn es nicht mehr ging. Das hat sich schließlich für alle ausgezahlt. So erreichte Paul Sorgius, der auch der jüngste Teilnehmer war, als erster Paddler des KCK nach 50:37 Minuten die Ziellinie. Insgesamt lag er somit auf Platz 5 der Gesamtwertung in Arbon, hinter vier Paddlern aus Friedrichshafen. Nur 22 Sekunden nach Paul erreichte sein Teamkollege Thomas Maier das Ziel (Rang 6) und konnte zusehen wie wenig später Roland Wapp aus Kreuzlingen, Jens Endruweit (54:13 Minuten) und Helmut Sorgius (55:12 Minuten) zum Endspurt ansetzten. Für Helmut Sorgius gab es nach einer Kenterung zwar eine kurze Schrecksekunde, die ihm wertvolle Sekunden kostete, doch bereits nach wenigen Sekunden saß er wieder im Boot. Bei den Surfski Damen gewann Jasmin Schlinker nach 62:02 Minuten vor Conny Gygli aus Kreuzlingen und ihrer Teamkollegin Jessica Böhme (67:11 Minuten) die Challenge und erreichte somit insgesamt Platz 12 (Jasmin) in der Gesamtwertung. Im 2er Surfski schlugen sich Sonja Köstli und Hans-Peter Oechsle aus Kreuzlingen ebenfalls sehr respektabel. Auch für unsere beiden SUP Fahrer Ilse Tangerding und Martin Malchus lief es ausgesprochen gut. Beide hatten sich entschieden, die gesamten 10 Kilometer zu bestreiten und nicht wie einige andere SUPler nach 6 Kilometern aufzuhören. Martin konnte nach 71:23 Minuten erleichtert das Paddel zur Seite legen und sich über Rang 1 in seiner Wertung freuen. Seine Kollegin Ilse kam mit einer Zeit von 75:27 Minuten nur wenig später über die Ziellinie gepaddelt und lag somit auf Rang 2 der SUP-Gesamtwertung.

Nachdem alle Teilnehmer/-innen sicher angekommen waren, wurde bei Musik und strahlendem Sonnenschein der Nachmittag gemeinsam beendet. Man konnte sich mit den anderen Sportler/-innen austauschen und sich ordentlich stärken, denn der Drachenboot- und Wassersportclub in Arbon hatte auch für die Bewirtung gesorgt. Nach den Siegerehrungen wurden noch schnell einige Gruppenfotos geschossen und dann zum Heimatverein zurückgefahren. Der nächste und letzte Teil der Bodensee-Challenge findet am 27. Oktober in Konstanz statt. Auch hier ist wieder jeder eingeladen, der Wassersport genauso liebt wie wir. Im Abschluss wird auch der Gesamtsieger der Challenge gekürt, denn schließlich ist es ein Wettkampf mit vier Rennen

Goldregen in Schwerin

Text von Jessica Böhme; Bilder von Marco Grundmann und Daniel Fischer

Bei der diesjährigen Drachenbootmeisterschaft im Smallboot (10 Paddler/-innen + Trommlerin + Steuermann) auf dem Pfaffenteich, nahmen auch Nicole und Jessica Böhme vom Kanu-Club Konstanz teil. Die Schwestern unterstützten hierbei das Team Neckardrachen, eine Renngemeinschaft mit Sitz in Heilbronn, als Trommlerinnen, indem sie den Takt weitergaben, Sprints und Endspurts anzählten, sowie motivierten. Die Mannschaften, die aus ganz Deutschland anreisten mussten sich dabei in verschiedenen Altersklassen und Kategorien auf den Distanzen 200 m, 500 m und 2000 m beweisen.

Bereits am Samstagmorgen starten, noch im Nebel, die ersten Rennen über 200 m. Nicole Böhme, die die Junioren in der Mixed Kategorie unterstütze, kämpfte sich mit ihrem Team, durch 3 Zeitläufe, die beiden besten Zeiten des jeweiligen Teams werden dabei addiert, sodass sich daraus dann die Platzierungen ergeben. Bei dem ersten Zeitrennen landete das Team auf dem 2. Platz vor den Gegnern aus der eigenenden Mannschaft, da die Neckardrachen 3 Junioren-Mannschaften gemeldet hatten. Bei den nächsten beiden Zeitrennen mussten sie nur knapp zurückstecken und landeten hinter ihren Teamkollegen auf dem dritten Rang. Daraus ergab sich auch insgesamt ein sehr guter dritter Platz für die Junioren mit Nicole Böhme. Für Jessica Böhme, die das Ü 40 Mixed Team trommelte, lief es etwas besser, nachdem sie sich über Vorlauf und Hoffnungslauf bis ins Finale gekämpft hatten, mussten sie nur gegen die SpreeCoyoten zurückstecken, die nur wenig schneller waren. Das spornte den Ehrgeiz der Sportler jedoch nur noch weiter an und nach 3 spannenden Zeitläufen, konnten sich die Neckardrachen in der Kategorie Ü40 Open gemeinsam mit Jessica Böhme den wohlverdienten Meistertitel sichern. Nicole Böhme startete unterdessen mit den Junioren Mädchen ebenfalls auf der 200 m Distanz, da sich in diese Kategorie keine weiteren gegnerischen Teams gemeldet hatten, starten sie außer Konkurrenz und fuhren gegen die Ü50 Damen. Da diese beiden höchst unterschiedlichen Altersgruppen jedoch nicht gemeinsam gewertet werden dürfen, konnten sich Nicole und die anderen Junioren aus ihrem Team über ihren Meistertitel freuen.

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Runter kann Jeder

Die Idee hatte Tom Maier schon lange im Kopf. Ist es möglich mit dem Surfski von Schaffhausen nach Konstanz zu fahren? Die Fahrten von Konstanz, über mehrere Stationen nach Schaffhausen, kennen viele. Aber funktioniert das auch anders herum? Am letzten Samstag war es soweit. Der Rhein und das Wetter waren perfekt. Durch den niedrigen Wasserstand war mit weniger Gegenströmung zu rechnen und der angesagte Westwind würde das Boot in die richtige Richtung schieben. So der Plan.
Mit Paul Sorgius war schnell ein Verbündeter für eine solche Idee gefunden.

Start in Schaffhausen

Nach der ca. einstündigen Autofahrt nach Schaffhausen, machten sie sich vor dem Kanu-Club dort bereit für die mehrstündige Rückfahrt. Es galt so wenig wie möglich und so viel wie notwendig mitzunehmen. Weste, Wasser, Proviant und fertig!

Vor Dissenhofen

Der erste Teil bis Diessenhofen konnte recht schnell bewältigt werden. Allein das Seegras an der Steuerfinne bremste die Beiden immer wieder ab. Nach kurzer, gegenseitiger „Fellpflege“ konnte die Fahrt zügig fortgesetzt werden. Ab dem Strandbad Gailingen erhöhte sich die Strömung erheblich. Vor allem zwischen dem Gasthaus Schupfen und der Biebermühle konnten nicht mehr als 4 Stundenkilometer erreicht werden. Hier war es besonders wichtig eine perfekte Linie zwischen Grund und Gegenströmung zu finden. Als nach einer Rechtskurve die Burg Hohenklingen und die Brücken zu sehen waren, war klar, dass Stein am Rhein nicht mehr weit war. Ab Freibad Öhningen gab es keine spürbare Strömung mehr und der Untersee öffnete sich vor den Beiden. Der Weg führte sie jetzt quer über See nach Steckborn. Nun kam der stärker werdende Westwind ins Spiel. Je weiter es Richtung Osten ging, umso höher wurden die Wellen. Perfekt, für den Surfski! Nun konnte auf dem Untersee das Tempo auf über 12 Stundenkilometer gehalten werden. Dank des Windes und des bewölkten Himmels kreuzten nur ein paar Segelboote und Windsurfer den Weg zurück nach Konstanz. Ab Mannenbach war das Ziel, in Form des Telekom-Gebäudes, schon sehen. Ab Ermatingen mußte noch einige Male das Seegras entfernt werden. Denn gerade auf den letzten Kilometern spürte man jeden Halm. Nach knapp über 5 Stunden und 43 Kilometern den Rhein hinauf hatten Tom und Paul den Steg am Kanu-Club erreicht.

Endlich haben die beiden den KCK erreicht

Besonders stolz sind die Beiden, dass sie auf der gesamten Strecke von keinem Boot überholt wurden.

Ein kleiner Zwischenstopp in Steckborn am Sonntag

Nach einer heißen Dusche wurde besprochen, wann am nächsten Tag nach Schaffhausen abgelegt wird. Denn irgendwie musste ja das Fahrzeug wieder nach Konstanz gebracht werden. Was liegt da näher, als sich wieder in den Surfski zu setzen und runter nach Schaffhausen zu paddeln. So ging es am Sonntagmorgen wieder los. Diesmal begleitet von Jasmin, Enriko und Helmut. „Ich bin überrascht, wie schnell das an manchen Stellen geht, wo wie gestern noch fast im Schneckentempo hochfuhren“ sagte Tom. Am Nachmittag erreichten die Fünf bei herrlichem Sonnenschein und leichtem Ostwind Schaffhausen.

Fast haben sie den Rhein erreicht

Club-Crew Weltmeisterschaft im Drachenboot in Ungarn

von Jessica Böhme

Eines der größten Events, die es im Drachenbootsport in den letzten Jahren gegeben hat, fand in diesem Jahr im ungarischen Szeged statt. Zu der 6-tägigen Club-Crew Weltmeisterschaft reisten ca. 6.100 Sportler/-innen aus 27 Nationen an, sie verteilten sich dabei auf etwa 140 Teams, die um die begehrten Weltmeistertitel kämpften, das ist im Drachenbootsport eine beinahe rekordverdächtige Zahl. An diesem besonderen Event waren auch Jasmin Schlinker, Jessica und Nicole Böhme sowie Thomas Maier vom Kanu-Club Konstanz unter den Teilnehmenden. Während der 6 Wettkampftage kämpften die vier, mit ihrem Team den Neckardrachen, einer Renngemeinschaft mit Sitz in Heilbronn, gegen die starke Konkurrenz aus aller Welt. Die Sportler reisten dabei nicht nur aus zahlreichen europäischen Ländern an, sondern kamen unter anderem auch aus Australien, Neuseeland, Iran, Katar, China, USA, Russland oder Singapur. Die größte Teilnehmerzahl stellte in diesem Jahr Kanada, deren sehr starke Mannschaften es der Konkurrenz nicht immer leicht machten, doch Sieg und Niederlage stehen im Drachenboot nicht immer im Vordergrund. Es zählen auch Ehrgeiz, Teamgeist und der Austausch von Kulturen und Erfahrungen von unterschiedlichen Menschen, deren einzige Gemeinsamkeit oft nur der Sport darstellt. Schon bei der Eröffnungsfeier am Montag konnten sich die Teilnehmenden gegenseitig kennenlernen und die waghalsigen Flugkünste eines Air-Race-Piloten bewundern.

Jasmin Schlinker, Jessica Böhme, Nicole Böhme, Thomas Maier (von links nach rechts)

Am Dienstag startete dann für alle endlich die Weltmeisterschaft und von da an hieß jeden Tag sein Bestes zu geben. Die vier Konstanzer starteten in drei verschiedenen Altersklassen und bereicherten ihr Team als Paddler (Jasmin Schlinker und Thomas Maier), sowie als Trommlerinnen (Nicole und Jessica Böhme). Sich unter einem so großen Starterfeld zu behaupten war keine leichte Aufgabe, denn besonders die kanadischen Teams machten es ihren Gegnern schwer auf die vorderen Plätze zu gelangen. Doch die Neckardrachen kämpften sich durch Vorläufe, Zwischenläufe und Halbfinale in sehr vielen Rennen bis ins Finale und konnten auch dort sehr gute Ergebnisse erzielen. So erreichte das Team Neckardrachen in der Klasse Open Ü40 (Paddler 40 oder älter) auf der 200 m Distanz, in der Thomas Maier mit seinen Kollegen paddelte und Jessica Böhme das Team von der Trommel aus unterstütze nach einem sehr spannenden Rennen den 3. Platz. Auf der gleichen Distanz erreichten Jasmin Schlinker und Nicole Böhme in der Kategorie Premier Mixed (Paddler/-innen meist zwischen 18 und 40) mit wenigen Zehntel Sekunden Rückstand den 5. Platz. In ihrer Altersklasse machten es die Kanadier den Deutschen schwer, sich überhaupt für das Finale zu qualifizieren, umso größer war die Freude dann, wenn man im Finale einige der Gegner hinter sich lassen konnte. Hatte man den Einzug ins Finale knapp verpasst und sich  stattdessen „nur“ für das B-Finale qualifiziert, dann wurden die Köpfe dennoch nicht hängen gelassen. Vielmehr wurde jede Energie darauf verwendet, im B-Finale als Sieger hervorzugehen. Auf der 500 m Distanz in der Kategorie Premier Damen gingen die Neckardrachen im Smallboot (10 Paddler/innen) mit Jasmin Schlinker als Paddlerin und Nicole Böhme auf der Trommel im B-Finale als klarer Sieger hervor und feierten ihren 8. Platz in der Gesamtwertung als wäre es der Weltmeistertitel gewesen. Ähnlich ging es Jessica Böhme und Thomas Maier auf der gleichen Distanz in der Kategorie Ü40 Open, auch sie konnten das B-Finale als Sieger verlassen und erreichten einen guten 8.Platz.

Zieleinlauf Premier-Mixed 200 m mit Nicole Böhme und Jasmin Schlinker

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