Turbulentes Rennen beim Monkey Jumble

Text: Jessica Böhme; Bilder: Klaus Neis  www.drachen-krieger.com

Einen Massenstart mit mehr als 40 gemeldeten Mannschaften und ein Startschuss mit drei Schwarzpulverkanonen, das erwartete die Paddler und Paddlerinnen am Monkey-Jumble, einem Drachenbootlangstreckenrennen in Saarbrücken. Auf den 11 Kilometern Distanz mussten drei Wendemarken umrundet werden. Der Gewinner konnte den Stab des Affenkönigs zurückgewinnen. Anna Sprenger, Jasmin Schlinker, Jessica Böhme, Lisa Korn, Dietmar Korn und Thomas Maier vom Kanu-Club Konstanz bestritten diesen Wettkampf ebenfalls in unterschiedlichen Mannschaften. Schon vor dem Start lief eine spannungsaufbauende Musik, was für eine berauschende Atmosphäre sorgte. Auch während des Rennens war an Start und Ziel Affengeschrei zu hören.

Bild 1 Chickenrun 2

Jasmin Schlinker die im Team Chicken Run von den Neckardrachen startete, erreichte mit ihrem Team das Ziel nach 54 Minuten und somit den 15. Platz der Gesamtwertung. Sie lieferten sich mehrere harte Gefechte mit anderen Teams und bewiesen Ausdauer, sowie Durchhaltevermögen. Die von den vorrausfahrenden Booten erzeugten teilweise hohe Wellen, welche vorne und hinten ins Boot schwappten erschwerten das Vorankommen der Drachenboote. Das Boot von Jasmins Mannschaft kämpfte ebenfalls mit den Wellen. Obwohl sie eine Pumpe hatten, die eigentlich dafür sorgen sollte, dass das Boot nicht voll läuft, mussten einige Paddler – während ihre Kollegen paddelten – das Boot ausschöpfen.

Bild 4 Chicken run 2

Lisa Korn starte ebenfalls für die Neckardrachen im Team Neckardrachen VI. Einer ihrer schärfsten Gegner waren ihre Teamkollegen aus dem Neckardrachen GD Team, die im Durschnitt über 50 Jahre alt waren. Mit ihnen lieferten sich Lisa Korn und ihr Team ein spannendes Kopf an Kopf Rennen. Gegen die Kollegen musste ihr Team schließlich wegen 4 Sekunden zurückstecken und erkämpften sich somit nach 44 Minuten einen sehr guten 5. Platz. Gegen einen anderen Kontrahenten konnten sie sich jedoch durchsetzen und waren um 2 Sekunden schneller. Ein weiteres Team der Neckardrachen erreichte knapp vor den beiden Mannschaften den 3. Platz. Anders als das Team von Jasmin Schlinker besaßen sie keine Pumpe und mussten das Boot genauso ausschöpfen.

Bild 2 Lisa 2

Die Wellen bereiteten allen Mannschaften große Probleme, ein Boot kenterte sogar und musste den Wettkampf deshalb komplett abbrechen. Ebenfalls mit den Wassermassen zu kämpfen hatte das Team von Dietmar Korn und Thomas Maier, die auch für die Neckardrachen starteten. Das Unheil konnte trotz aller Bemühen nicht verhindert werden, so ging ihr Boot bereits nach 3 Kilometern komplett unter und das Team schwamm im eiskalten Kanal. Leider sollte wohl ihr Teamname „Nemo“ Programm werden. Während ein Teil des Teams sich an Land erholte, begannen die Anderen mit Schöpfer, Trommel, Deckeln und vielem mehr das Boot komplett zu leeren. Nachdem das Boot nach ca. 15 Minuten wieder fahrbereit war, paddelten sie weiter und konnten ihren Rückstand immer weiter verkleinern. Nach knapp einer Stunde erreichten sie unter tosendem Applaus das Ziel. Dass sie Letzter wurden spielte dabei keine Rolle mehr, denn sie hatten bewiesen, dass sie Teamgeist und Stolz besitzen.

Bild 5 nemo 2

Anna Sprenger und Jessica Böhme unterstützen den Drachenbootclub Eglisau aus der Schweiz. Während Anna Sprenger in der ersten Reihe auf Schlag fuhr und den Takt vorgab, motivierte Jessica Böhme das Team von der Trommel aus. Ihr Ziel war es, den Wettkampf mit einer Zeit unter einer Stunde zu absolvieren. Mit Einberechnung einer Zeitstrafe von 60 Sekunden, erreichten sie das Ziel nach 59 Minuten. Obwohl sie von einem der hintersten Startplätze aus starteten, konnten sie im Laufe des Wettbewerbs einige Plätze aufholen. Im Team Eglisau tauschen innerhalb von 30 Sekunden alle Paddler nacheinander die Plätze, was eine absolute Seltenheit ist. So konnten alle Paddler nach dem Wechsel wieder mehr Kräfte mobilisieren, um das Rennen ohne weitere Probleme zu beenden.

Bild 6 Eglisau 2

Nach diesem Rennen ging für alle Drachenbootfahrer und -fahrerinnen ein ereignisreicher Tag zu Ende. Es konnten viele neue Erfahrungen gesammelt und gute Teamleistungen erbracht werden, die bestimmt keiner so schnell wieder vergisst.

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