(Text: Miriam)
Am Freitag trafen wir uns um 17.00 Uhr am Steg um eine Weile zu planschen, baden und Rennkajak zu fahren. Danach ging es gemeinsam an den Zeltaufbau, was in wenigen Minuten geschafft war. Probleme bereiteten uns nur die Heringe, die partout nicht in den Boden wollten.
Nach dem Abendessen aus Spagetti Bolo und Erdbeer-Himbeer-Quark gab es die alljährliche Seezeichen Einführung gepaart mit den Bildern letzten Jahres.
Anschließend beschlossen wir „Tabu“ zu spielen. Karten waren nicht vorhanden und so zerlegten wir ein altes Schulheft und schrieben unsere eigenen Begriffe. Diese reichten aufgrund unserer Genialität von Apfel über Flachwitz bis hin zu Endoplasmatischem Retikulum (das muss jetzt niemand verstehen, der nicht in einem Bio-Leistungskurs war).
Ebenso abstrus wie unsere Wörter waren auch unsere Erklärungen…
Bei der Drachenboot – Club- Weltmeisterschaft in Venedig kämpften die Teilnehmer aus aller Welt an ihrem Saisonhöhepunkt um die begehrten Titel. Unter Bedingungen, die einer Weltmeisterschaft unwürdig waren, entpuppte sich das jedoch als große Herausforderung. So hatten die Veranstalter nicht berücksichtigt, dass es auch in dem Hafenbecken Ebbe und Flut gibt, sodass die Sportler trotz weitem Anreiseweg eine erhebliche Zeitverzögerung hinnehmen mussten. Sandbänke auf der Rennstrecke und die Wassertiefe, die morgens gerade einmal 70 cm betrug sorgten dafür, dass die sportliche Leistung allein nicht über Sieg oder Niederlage entschied. Für den Titel genauso entscheidend war die Startbahn auf der das Rennen bestritten werden musste und der Zeitpunkt an dem das Rennen stattfand, denn vor allem morgens und am späten Nachmittag gab es aufgrund der Sandbänke und der Ebbe schnelle und langsame Bahnen. Wenn man am Start nicht schnell genug war, konnte es mitunter passieren, dass man von den hohen Wellen der schnelleren Teams verschluckt wurde, was im Drachenbootsport sonst eher selten der Fall ist. Dennoch gab keiner der Sportler/-innen auf, sondern nahm den Kampf mit dem Wasser auf und paddelte was das Zeug hielt. Doch nicht nur die schlechten Wettkampfbedingungen setzten den Sportlern zu, sondern auch die mangelhafte hygienische Versorgung sorgte zeitweise für Verstimmung. Dadurch ließ sich jedoch keiner der Anwesenden die gute Laune verderben, es wurde gemeinsam die eigene Mannschaft angefeuert und sich über jedes gute Ergebnis von den Teamkollegen gefreut.
Die diesjährige Hochrheinfahrt des Bodensee-Kanu-Ring war trotz oder gerade wegen des launisch-kühlen Wetters inklusive Hochwasser eine ganz besonders harmonische Gemeinschaftsfahrt die allen 59 Teilnehmern viel Spaß gemacht hat. Und unser KCK-Prolog am Freitag von Konstanz nach Neuhausen hat wohl keinen Teilnehmerrekord gebrochen, war aber trotzdem prima.
An der diesjährigen Club Crew Europameisterschaft im Drachenboot in Divonne-les-Bains (Frankreich), haben auch vier Mitglieder des Kanu-Club Konstanz teilgenommen. Die Club Europameisterschaft lässt die besten Drachenbootmannschaften aus ganz Europa gegeneinander antreten. Vier Tage lang kämpften die Teams auf dem Lac de Divonne unweit des Genfer Sees um Sieg oder Niederlage. Als Paddlerin, Trommlerin oder Steuerfrau bereicherten Jasmin Schlinker, Antje Böhme, Nicole Böhme und Jessica Böhme das Team der Renngemeinschaft Neckardrachen. Eine Mannschaft, deren Mitglieder aus verschiedenen Clubs aus ganz Deutschland kommen und in Trainingslagern am Wochenende gemeinsam trainieren. Für Nicole und Antje Böhme war es die erste internationale Meisterschaft auf der die beiden ihr Können beweisen mussten, Jasmin Schlinker und Jessica Böhme sind durch die Weltmeisterschaft in Moskau letzte Saison bereits Wettkampf erprobt.
Letztes Jahr im Mai während unserer Paddelvorführung anlässlich der „Bodenseewoche“ im Konstanzer Hafen erzählte mir Harald (der Wanderwart des Paddelclub Kreuzlingen) davon im nächsten Jahr eine Tour auf dem Po nach Venedig anbieten zu wollen. Ich sagte nur, das würde ich wohl auch gerne mal machen…
Im November ’16 trafen sich mehrere Interessierte zum ersten Mal beim PCK um konkretere Pläne zu schmieden und genau ein Jahr nach dem flüchtigen Gespräch im Konstanzer Hafen starteten dann tatsächlich letztendlich 4 Paddler zu einer ganz wunderbaren Fahrt, die am Vogalonga-Wochenende in Venedig endete. Danke Harald dass Du mich dazu eingeladen hast!
Jetzt am 18. August 2017 erschien in der Thurgauer Zeitung ein Artikel über die Fahrt, die das Erlebte recht treffend wiedergibt:
KCK-Text: Wolfgang
Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Turgauer Zeitung
Nach dem Motto: „Ein Fußballspiel wird ja auch nicht abgesagt, wenn’s etwas tröpfelt“ hatten wir eine sehr schöne Reichenau-Umrundung mit Bade- bzw. Schwimmpause und später Mittagsrast bei „Wein- und Fischerfest“. Das Licht und die Wolkenbilder die sich uns dabei boten waren fantastisch.
Text und Fotos: Wolfgang
Mitglied im Deutschen Kanu Verband und im Bodensee-Kanu-Ring