(Kein) Ardeche-Marathon 2017!

Nachdem die Kanuten des KCKs im November 2016 ein Kanu-Marathon der besonderen Art bestritten (Siehe Ardeche-Marathon 2016) wurden über den Sommer wieder Vorbereitungen für den Ardeche-Marathon 2017 getroffen. Nachdem das Boot den letzten Marathon ja bekanntlich nicht überstanden hat, wurde großräumig nach einem geeigneten Ersatz gesucht.


Vermeintlich gefunden wurde dieser dann bei der Paddelgesellschaft in Mannheim wo dann im August eine Kunststoff-Rennmaschine auf den Hänger geladen und an den KCK gebracht wurde. Nach einigen Schönheitsreparaturen wurden dann mit der „giftigen grünen Mamba“ erste Fahrversuche auf dem Seerhein unternommen.
Da aber nicht mal auf dem relativ ruhigen Seerhein das Boot sicher unter Kontrolle gebracht wurde und ein Einsatz auf dem Ardeche- Wildwasser so nicht machbar erschien, ging die Suche also wieder erneut los und wiederum wurde bei den Mannheimern ein etwas älteres aber dafür fahrtechnisch nicht ganz so anspruchsvolles Boot gefunden und auf dem Rückweg vom Monkey-Jumble abgeholt.
Auch hier wurde wieder etliche Stunden in Bodenroste, Glasmattenüberzug, Lenzpumpen und Drainagevorrichtungen sowie in Reiseplanungen, Unterkunft usw. investiert.
Aus der altehrwürdigen Mannheimer „Kurpfalz“ wurde kurzentschlossen unser Achter-Renncanadier mit Steuermann „Kur-Taxi“. Die verbleibende Zeit bis zum Start am 11.11.2017 wurde mit Trainingsfahrten genutzt.

10 Tage vor dem Start gab es erste Gerüchte um Wassermangel auf der Ardeche, welche dann am Tag darauf Gewissheit wurde: Zum ersten Mal in seiner Geschichte wurde der Marathon wegen großflächiger Trockenheit abgesagt…

Es ist im Nachhinein nicht mehr ganz nachvollziehbar ob aus Frust, Verzweiflung über ein plötzlich frei gewordene Wochenende oder wegen „jetzt erst Recht“ wurde kurzerhand an jenem Martinstag am 11. November ein Ersatzmarathon auf dem Bodensee gefahren.

Die Wetter- und Sturmvorhersage sprach gegen die ursprüngliche Strecke von Konstanz nach Schaffhausen und so ging es, vermeintlich im Windschatten des Bodanrücks, Richtung Marienschlucht und zurück. Der Gegenwind bei der Hinfahrt lies auf eine Rückfahrt mit Rückenwind hoffen. Aber Erstens kommt es anders…
Während der Rückfahrt frischte der Gegenwind noch mehr auf, die Wellen wurden höher und die Lenzpumpen traten in Aktion. Damit die 42 km für die Marathondistanz komplett wurden musste zum Schluss noch ne kleine Ehrenrunde um den Brückenpfeiler gefahren werden. Am Abend wurden dann beim gemeinsamen Essen schon wieder Pläne für den Ardeche-Marathon 2018 gemacht.

Danach musste, mangels echten Marathons, noch ein Lagerplatz für das Kurtaxi geschaffen werden. Das Taxi bleibt somit, zumindest bis zum nächsten Ardeche-Marathon, als sportlicher Großcanadier für flotte Ausfahrten erhalten.

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