Nikolauspaddeln und mehr – das Winterprogramm

Am Sonntag, dem 8. Dezember findet unser fast schon traditionelles „Nikolauspaddeln“ statt. Start bei jedem Wetter um 14:00 Uhr am Steg. Bitte die rote Zipfelmütze nicht vergessen, die wärmt übrigens super.

Der weihnachtliche Fondue-Winter-Dienstagstreff findet am 17. Dezember ab 19:00 Uhr im Clubraum statt. Der erste Dienstagstreff des Jahres 2014 wird dann wieder wie gewohnt am „2. Dienstag im Monat“ sein. Wir freuen uns über alle Wanderpaddler, die auch im Winter Kontakt halten wollen.

Am 22./23. Februar genießen wir für ein Wochenende Schnee pur rund um die Gauenhütte, Spaß mal ohne Boot. Die Plätze sind begrenzt, bitte schon jetzt beim Wanderwart melden.

Wer sich in der kalten Jahreszeit wassersportlich betätigen möchte, dem sei das Hallenbadtraining an der Spanierstraße wärmstens empfohlen: Im Januar, Februar und März ist immer donnerstags von 20:30 bis 22:00 Uhr für uns eingeheizt.

Und wenn an irgendeinem Wochenende in Konstanz die Sonne scheint, dann geht es natürlich spontan raus auf den See …

2014-Winterprogramm Wanderpaddler(1)

„Stubenabend“ zu Franz Romer

Am 22. November findet um 19:00 Uhr im Landgasthof Kreuz, Kapitän-Romer-Straße 1, in Konstanz-Dettingen ein Informationsabend über Franz Romer statt.
Der Dettinger Bauernsohn überquerte vor 85 Jahren als Erster in einem Faltboot den Atlantik in Ost-West-Richtung, welches von der Firma Klepper speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten konstruiert wurde. Es hatte eine Länge von 6,55 Metern, eine Breite von 95 Zentimetern und einen Tiefgang von 25 cm. Bestückt war das Paddelboot u.a. mit zwei Segeln von insgesamt 5 qm Fläche. Das Boot wog mit Proviant etc. 73 Kilogramm. Franz Romer startete am 28. März 1928 in Lissabon zu der rund 2 Monate dauernden Atlantiküberquerung. Taucht mit uns in die Geschichte von damals ein …

Der „Stubenabend“ wird vom Projekt „Historische Gasthäuser in Baden“ veranstaltet und vom Kanu-Club Konstanz unterstützt. Der Eintritt ist frei, aber Voranmeldung erforderlich: 07533 / 5182

Kleine Spätherbsttour auf dem Allier

Es gibt Namen, die Wanderpaddlers Augen leuchten lassen:

Einer davon ist der Allier,  größter Nebenfluss der Loire und einer der letzten Wild-Wanderflüsse Frankreichs mit im Unterlauf meist nur minimalem Schwierigkeitsgrad. In den 90er Jahren noch ein wirklicher Geheimtipp gibt es inzwischen sogar Kanuverleiher, meist der Anfang vom Ende der großen Freiheit. Schon zahlreiche KCK’ler haben die rund 600 km zu diesem fantastischen Wanderfluss unter die Räder genommen. Wir fuhren in den Herbstferien, da waren wir sicher jene Ruhe, Natur und Ursprünglichkeit vorzufinden, die es auf den allermeisten deutschen Flüssen schon lange nicht mehr gibt. Tatsächlich, bis auf zwei, drei Angler sahen und hörten wir niemanden.

Bei einer Fahrt auf dem Allier geht es nicht um Kilometer oder Medaillen, es zählt das Dortsein, Wildzelten auf den sandigen Flussinseln, Lagerfeuer, Waschen im Fluss, das einfache Leben in und mit der Natur. Auf der Tagesetappe vor Moulins ist all das aus Naturschutzgründen schon untersagt. Das Boot ist Transportmittel für Ausrüstung und Lebensmittel (sowie natürlich unseren Müll), nicht mehr und nicht weniger.

Ein bisschen blöd ist das Ende des Allier. Kurz hinter Apremont, einem der allerschönsten Dörfer Frankreichs (mit Schloss und 73 Einwohnern), mit Wassernachfüll- doch ohne Einkaufsmöglichkeit kommt das erste Wehr „Prise d’eau des Lorrains“, welches man ganz rechts halbwegs geschickt überheben kann. 1,8 km später folgt die Eisenbahnbrücke „Franchissement en train de l’Allier“ deren Absatz wir bei einem Wasserstand von -0,1 Pegel Le Veurdre (das sind etwa 60 bis 80 cm höher als meist im Sommer) nur leicht rumpelnd ganz links fahren konnten. Sonst wäre dieser Blockwurf schier unüberwindbar gewesen, bei niedrigem Wasserstand kann man im Fluss stehend das Boot irgendwie durchschieben. Schon nach 1,3 km folgt die „Pont-Canal du Guétin“. Hier muss man, ganz links, ganz vorsichtig, unter dem Brückenbogen aussteigen und dann die Boote (entladen) umtragen. Es lohnt ein Blick auf die Brücke, über die der Loire-Seitenkanal führt. Auch gibt es ein Restaurant, doch kein Baguette, Käse oder Wein to go.

Nach diesen Mühen erreichen wir kurze Zeit später die Loire, wo in Fourchambault Infrastruktur mit Camping, Warmduschen und Busanschluss wartet. Empfehlenswert wäre auch eine Weiterfahrt bis La Charité-sur-Loire, doch der dortige Campingplatz hatte schon Winterruhe.